…was 1965 sonst noch wichtig war

Deutsche Geschichte

Im Laufe des Jahres stürzen 26 Starfighter der Bundesluftwaffe bei Trainingsflügen ab.
Der Vorsitzende der KPdSU Breschnew besucht die DDR und die englische Königin Elisabeth II. die BRD.
Die 1955 zur Richtlinie der Außenpolitik erklärte Hallstein-Doktrin, nach der diplomatische Beziehungen dritter Länder zur DDR in der politischen Praxis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch die BRD geführt haben, gerät ins Wanken. Immer mehr Länder erkennen die DDR an.
In der DDR wird mit Einführung von acht neuen Industrieministerien die Liberalisierung der zentralen Planwirtschaft von 1963 (NÖSPL-Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung) de facto weitestgehend rückgängig gemacht.
Die Bundestagswahlen bringen in der BRD einen klaren Wahlsieg der CDU/CSU unter Kanzler Ludwig Erhard. Die absolute Mehrheit wird allerdings nicht erreicht, man koaliert mit der FDP.
In der DDR wird das Familienrecht aus dem Zivilrecht als eigenständig ausgegliedert und reformiert. Es tritt am 1.1.1966 in Kraft. Im Vordergrund steht die Erziehung des Nachwuchses nach einem sozialistisch-ideologischen Vorbild des “Marxismus-Leninismus”.
Um Prozesse gegen Nazi-Verbrechen fortsetzen zu können, beschließt das Parlament der BRD, daß die im Strafgesetzbuch verankerte 20-jährige Verjährungsfrist für Mord zwischen dem 8.5.1945 und dem 31.12.1949 “geruht” hat.
In der BRD nimmt der Rat der EKD Evangelischen Kirchen von Deutschland Stellung zum Vertriebenenproblem und fordert eine Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn und eine Lösung der Oder-Neiße-Frage (Grenze zu Polen).
Das 1963 erstmals ausgehandelte Passierscheinabkommen zwischen der DDR und Westberlin wird verlängert.

 

Leonid Iljitsch Breschnew und Walter Ulbricht
Königin Elisabeth II. und Prinz Philip
Ludwig Erhard
1965 Deutscher Fußballmeister Werder Bremen
Sir Winston Churchill
Grausamer Vietnam-Krieg
The Beatles

Weltgeschichte

Am 24. Januar stirbt Sir Winston Churchill, ehemaliger britischer Premierminister von 1940 – 1945 und 1951 – 1955, im Alter von 90 Jahren.
Die Militäraktionen in Vietnam weiten sich aus. Nach Angriffen der Vietcong auf südvietnamesische Einrichtungen fliegen die Amerikaner schwere Luftangriffe u.a. mit Napalmbomben auf Nordvietnam und geben damit ihre allein auf Südvietnam beschränkte Beraterfunktion auf. Noch in diesem Jahr werden über 500.000 US-Soldaten nach Vietnam gebracht.
Südrhodesien erklärt mit (dem weißen) Premier lan Smith einseitig die Unabhängigkeit von Großbritannien. Die nicht “weiße Bevölkerung” nimmt nicht am politischen Bildungsprozeß teil. Das Land verfolgt eine Politik der Apartheid.
Am 18.03. schwebt der  sowjetische Kosmonaut Alexej Leonow als erster Mensch frei im Weltraum. 
Das westafrikanische Gambia wird von Großbritannien unabhängig. Ferdinand Marcos wird Präsident der Philippinen.
Die britische Rockgruppe “The Beatles” erhalten als erste Musikgruppe den “Orden of Empire” von der Königin Elisabeth II. 
Zwischen Indien und Pakistan brechen erneut Feindseligkeiten wegen Grenzstreitigkeiten in Kaschmir (Waffenstillstand war 1949) aus und werden unter Vermittlung der UNO noch in diesem Jahr beigelegt.
Die Beziehungen der USA zu den lateinamerikanischen Staaten werden durch eine zweimonatige militärische Intervention der USA in der von bürgerkriegsähnlichen Unruhen beherrschten Dominikanischen Republik belastet.